Kristalle am Furkapass — das Strahler-Paradies im Aarmassiv
Das Furkagebiet gehört geologisch zum Aarmassiv — einem der klüftreichsten Gebiete der gesamten Alpen. Hier, zwischen Tiefengletscher und Sidelengletscher, finden sich seit Jahrhunderten aussergewöhnliche Kristalle.
Rauchquarz, Bergkristall
Hauptfunde
Rosafluorit, Gwindel
Raritäten
Aarmassiv, Kanton Uri
Region
Seit Jahrhunderten
Tradition
Der legendäre Fund von 1868
Strahler aus dem Berner Oberland (Guttannen) entdeckten am Tiefengletscher eine riesige Kluft mit bis zu 130 Kilogramm schweren, braunschwarzen Rauchquarzen — sogenannte Morione. Der Abtransport wurde heimlich bewerkstelligt, bevor die Urner etwas merkten.
Gut zu wissen
Seit diesem legendären Vorfall wachen die Urner besonders aufmerksam über ihre Schätze. Das Strahlen ist im Kanton Uri heute bewilligungspflichtig.
Was ist Strahlen?
«Strahler» werden in der Schweiz die alpinen Mineraliensucher genannt. Der Name bezieht sich auf die Kristalle, die auch «Strahlen» heissen. Das wichtigste Werkzeug ist der Strahlstock — ähnlich einer Brechstange, die als Meissel, Haken und Gehhilfe dient.
Die Kristalle entstehen in sogenannten Klüften: Hohlräume im Gestein, die durch tektonische Kräfte bei der Gebirgsbildung entstanden sind. Über Jahrmillionen wachsen dort unter Druck und Hitze die faszinierenden Kristallformen.
Die Sammlung im Hotel
Gastgeber Hansruedi Tresch ist selbst leidenschaftlicher Strahler. Seine imposante Sammlung im Restaurant umfasst dunkle Rauchquarze mit leuchtenden Rosafluoriten, seltene Gwindel und weitere Highlights aus der Region.
Tipp: Besuchen Sie die Ausstellung im Restaurant — und lassen Sie sich von Hansruedi bei einem Glas Wein die Geschichten hinter den Kristallen erzählen. Ausgewählte Stücke sind auch käuflich.
Die Kristallwelt erleben?
Besuchen Sie die Ausstellung im Hotel Tiefenbach.